KHW - Barockspektakel


Barockspektakel
"Caravaggio & Bernini" ab Herbst
im Kunsthistorischen Museum Wien
#barockstars im Kunsthistorischen Museum: Timeslot-Tickets ab jetzt online erhältlich!

römische Kunstlandschaft des frühen 17. Jahrhunderts. Ei-
ne vergleichbar groß angelegte Auswahl herausragender Kunstwerke dieser Zeit hat es außerhalb Italiens bislang nicht gegeben. Hauptwerke des römischen Frühbarocks werden zu einem einzigartigen Schauzusammenhang verdichtet, der erstmals die "Entdeckung der Gefühle" als künstlerische Herausforderung thematisiert und die BesucherInnen zu-
gleich auf eine Reise in die Ewige Stadt mitnimmt: Ganz direkt begegnen BetrachterInnen den zentralen Impulsen Caravaggios und Berninis, die begleitet werden von einem Kaleidoskop an Meisterwerken: von Malern wie Artemisia Gentileschi, Annibale Carracci, Nicolas Poussin, Mattia Preti, Guido Reni oder Pietro da Cortona und von Bildhauern wie Francesco Mochi, Giuliano Finelli, Alessandro Algardi oder François Du Quesnoy.

Highlights

Zu den Highlights der Ausstellung zählen neben den Gemälden aus dem Kunsthistorischen Museum weitere Schlüsselwerke Caravaggios wie der Narziss, der Knabe, von einer Eidechse gebissen, der berühmte Johannes der Täufer und das Porträt des Malteser Ritters Antonio Martelli. Aus dem Oeuvre Berninis werden die Medusa, ein Modell des Elefanten mit Obelisk, eine Büste des Kardinal Richelieu, eine Statue des heiligen Sebastian und ein Modell für die Skulptur der Verzückung der heiligen Theresa von Ávila in Wien zu sehen sein. Vier kleine, bisher nie gezeigte Bronzeköpfe, die einst die Kutsche des Bildhauers zierten und sich bis heute im Besitz der Bernini-Erben befinden, werden ebenso nach Wien reisen. Zu den weiteren Highlights der Schau zählen Guido Renis Bethlehemitischer Kindermord und das erst 2011 wiederaufgetauchte Werk Maria Magdalena von Artemisia Gentileschi, der einzigen Künstlerin, die es in den Kreis der italienischen Meistermaler des frühen 17. Jahrhunderts ge-
schafft hat. Erstmals wird das Gemälde aus Privatbesitz im Zuge der Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Internationale Museen
und Privatsammlungen als Leihgeber

Die bedeutenden Leihgaben stammen u. a. aus dem Rijks-
museum in Amsterdam, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Louvre in Paris, den Uffizien in Florenz, dem Victoria and Albert Museum in London, der National Gallery in London, der Eremitage in Sankt Petersburg, dem Art Institute in Chicago, der Sammlung Thyssen-Bornemisza in Madrid, den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Getty Mu-
seum in Los Angeles, der Pinacoteca Vaticana im Vatikan und von privaten Leihgebern.

Kooperation
mit dem Rijksmuseum Amsterdam

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Rijksmuse-
um Amsterdam, wo sie von 14. Februar bis 7. Juni 2020 zu sehen sein wird. Kuratiert wird die Ausstellung von Gudrun Swoboda, Kuratorin für Südeuropäische Barockmalerei am Kunsthistorischen Museum, Stefan Weppelmann, Direktor der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, und Frits Scholten, leitender Kurator für Skulptur am Rijksmuseum.

Timeslot-Ticket
und erweiterte Öffnungszeiten

Um das Besuchserlebnis so angenehm wie möglich zu gestalten, ist für den Besuch der Sonderausstellung die Buchung eines fixen Timeslots (Zeitfenster) erforderlich.
Der Einlass in die Sonderausstellung ist nur während des gebuchten Timeslots möglich - die Dauer des Aufenthalts
in der Ausstellung ist jedoch nicht beschränkt.

Darüber hinaus werden den BesucherInnen, z. B. mit einem Premium-Ticket oder Freitag-Abend-Special, unterschied-
liche Möglichkeiten geboten, Caravaggio & Bernini genießen zu können.

Damit den BesucherInnen des Kunsthistorischen Museums mehr Zeit für dieses kulturelle Highlight bleibt, wurden die Öffnungszeiten der Sonderausstellung erweitert:

Von 15.10.2019 bis 19.1.2020 ist die Sonderausstellung Mo, Di, Mi und Fr 9-18 Uhr sowie Do, Sa, So 9-21 Uhr geöffnet.

Auf der Caravaggio & Bernini-Website sind alle Informationen und Fragen zur Ausstellung abrufbar: https://caravaggio-bernini.khm.at

CARAVAGGIO & BERNINI -
Die Entdeckung der Gefühle

Die Ausstellung präsentiert von 15. Oktober 2019 bis 19. Jänner 2020 ein großes und überwältigendes visuelles Barockspektakel im Kunsthistorischen Museum. Im Zentrum stehen dabei die bahnbrechenden Werke des Malers Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610) und des Bildhauers Gian Lorenzo Bernini (1598-1680). Erstmals sind die beiden weltberühmten Protagonisten, die jeweils auf ihre Art stilbildend für die europäische Kunst des 17. Jahrhunderts werden sollten, gemeinsam in einer Aus-
stellung vereint. Was sie verbindet, ist eine neue Aufmerk-
samkeit für die wirklichkeitsnahe Naturdarstellung und für das Pathos großer Gefühle. Die Entdeckung der menschli-
chen Regungen als theatralisches Anliegen des Barocks ist dann auch das zentrale Thema der Ausstellung, die - von Caravaggio bis Bernini - über siebzig Meisterwerke römischer Malerei und Skulptur in einen einzigartigen Dialog setzt.

Erstmals große Caravaggio/Bernini-
Ausstellung in Österreich

Obwohl das Kunsthistorische Museum den umfangreich-
sten und wertvollsten Bestand an Werken Caravaggios und seiner Nachfolger außerhalb Italiens besitzt, hat in Österreich bislang noch keine Ausstellung zu diesem Maler und seiner Zeit stattgefunden. Werke des um eine Generation jüngeren Bildhauers Gian Lorenzo Bernini, dessen Kunst auch für den österreichischen Barock prägend werden sollte, waren hierzulande bisher eben-
falls kaum zu sehen. Die Ausstellung spürt dem Phäno-
men des aufblühenden Barockzeitalters nach und stellt die revolutionäre Kunst im Rom dieser Zeit vor. Der Maler Caravaggio und der Bildhauer Bernini waren dabei die führenden Persönlichkeiten, die mit ihrer neuartigen Aus-
drucksweise ebenso wie mit ihrem unkonventionellen Lebensstil in Rom für Furore sorgten.

Rom zu Gast in Wien

In sehr kurzer Zeit wurde Rom zu einem blühenden Zen-
trum innovativer Ideen und Erfindungen. Die Ausstellung konzentriert sich auf die künstlerischen Umwälzungen, die in der heiligen Stadt zwischen 1600 und 1650 stattfanden und weitreichende Auswirkungen auf ganz Europa hatten. In diesen Jahrzehnten wurde die Stadt zu einem Anzie-
hungspunkt für zahlreiche talentierte Künstler, die aus Florenz, Neapel und der Lombardei, aber auch aus Frank-
reich, Deutschland, Flandern und den Niederlanden ka-
men. Sie alle experimentierten mit den neuen Bildthemen und kompositorischen Lösungen. Es entstanden faszinie-
rende Werke voller Dramatik und Leidenschaft, die sich durch Darstellung exzentrischer wie starker Bewegung und Gefühlsregung sowie durch eine theatralisch insze-
nierte Farbregie auszeichnen. Die Figuren zeigen in ihrer ausholenden Gestik, ihrer starken Mimik und in ihrem Handeln intensive Gefühle. Es wurde regelrecht zur künstlerischen Aufgabe, das Publikum emotional zu berühren. Nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in Dichtung und Literatur sowie in Musik und Theater kann man die vier Jahrzehnte von 1600 bis 1650 als Geburts-
moment einer Kunst der Affekte bezeichnen. Plötzliches Erschrecken, wie beispielsweise bei Caravaggios Knabe, von einer Eidechse gebissen, zeugen von dem regen Interesse an der Darstellung wirkmächtiger Gefühle.

#barockstars

Charakteristisch für diese Epoche, die man später als Frühbarock bezeichnen wird, ist auch eine zunehmende Bereitschaft zur Zusammenarbeit unter den Künstlern, wie die Gründung einer gemeinsamen Akademie (Accademia di San Luca) oder die persönlichen Freundschaften bele-
gen. Maler und Bildhauer arbeiteten zusammen an der Ausstattung kostspieliger Familienkapellen und großer Galeriesäle, in denen sich die Medien ergänzten, gegen-
seitig in der Wirkung steigerten, ja mitunter so neben-
einander erschienen, dass ihre Grenzen fließend wurden - ein weiteres Merkmal barocken Ausdrucks: Skulpturen können geradezu malerische Qualitäten aufweisen, wäh-
rend umgekehrt die Malerei illusionistisch Architektur und Skulptur hervorzubringen vermochte.

Die Ausstellung erhofft sich durch die Zusammenschau von Malerei und Skulptur neuartige Perspektiven auf die

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